Freie Fahrt für freien Funk

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Freie Fahrt für freien Funk

Almuth und Fabiano besuchen freie Radios im deutschsprachigen Raum.

  • Eine volle Woche

    Jetzt nimmt die Tour so langsam aber sicher Fahrt auf. Am Dienstag besuchte Fabiano das freie Radio X in Frankfurt. Hier ein paar Fotos. Bericht gibts heute Abend. 

    Neues Studio. Erst wenige Monate alt. Top Akustik.

    Neu und zum Vergleich Studio 2 unten.

    Almuth war am Dienstag bei Radio Blau in Leipzig und am Mittwoch dann bei Radio Corax in Halle. Auch hier werden am Wochenende noch ausführliche Berichte folgen. 

    Gepostet am September 8, 2011 with 1 Anmerkung

  • Wir sind nicht die Ersten

    Bevor wir weiterfahren, möchten wir auf einen Blog hinweisen, der einen sehr ähnlichen Ansatz hatte. Stefan Tenner, von Radio Corax aus Halle, war bereits 2008 bei mehreren Radios zu Gast. Viviana Uriona, ist auch immer wieder unterwegs und jetzt wir. Allerdings sind wir vorallem im Interesse unserer Radiosender (F.R.E.I., Erfurt u. free FM, Ulm) unterwegs.

    Gepostet am September 5, 2011

  • Zu Gast bei Radio LoRa in München

    Bevor wir mit unserem Bericht zu dem freien Radio in München beginnen, möchten wir um Entschuldigung bei den Sendungsmachern bitten, deren Namen wir leider nicht notiert haben. Gerne fügen wir die Namen nachträglich ein, falls sich jemand wieder erkennt. 

    Radio LoRa 92,4Mhz in der Gravelottestr. 6 in der Nähe des Münchner Ostbahnhofs. 7

    5x7h Sendezeit vom Mo.-Fr. ab 17 Uhr. Frequenzsharing mit Radio Horeb (Ultra-konservativer Katholikenfunk) und Radio Feierwerk.

    Erster Eindruck, nachdem wir den dritten Stock, vorbei an diversen Sozialeinrichtungen in einem 60er Jahre Block erklommen haben: Hier gibt es eine funktionierende Küche und damit eine funktionierende Radiogemeinschaft. Auch bei gefühlt und sicherlich auch gemessenen 35°C gabs gleich ein spätes Mittagessen und erste angeregt geführte Gespräche mit Sendungsmachern (entschuldigt bitte hier die fehlenden Namen).

    Radio LoRa wir kamen auf Einladung vom Michael und Claudia. Beide kannten wir bereits vom letztjährigen BFR-Kongress, sowie von einem Besuch der Radiomacher bei Radio free FM (Ulm). Wir begleiteten die Redakteure, Tageskoordinatoren und Sendetechniker ab 15 Uhr bis ca. 22 Uhr durch den Mittwoch, 24.08.2011. 

    Subjektiver Eindruck von Fabiano, vorallem im Vergleich mit Radio free FM (24h Lizenz, 1 Geschäftsführer, hoher Musikanteil, Selbstfahrer):

    Der Besuch fand wohl genau im richtigen Zeitraum statt. Radio LoRa hat sich ab Anfang August eine neue Organisationsstruktur gegeben, die auf Organisationsebene die Last auf drei Personen verteilt, sowie die tägliche Organisation der Sendungen auf mehrere so genannte Tageskoordinatoren. Jeder TaKo ist vor allem für das einstündige Magazin ab 18 Uhr verantwortlich, aber auch für die Betreuung von Praktikanten und und und. Ein weiterer Unterschied ist das Vorhanden sein eines Sendetechnikers, der jeweils jeden Tag die Sendungen technisch beinahe komplett betreut. Ein utopischer und auch unnötiger Wunsch bei Radio free FM. Denn der Wortanteil ist bei Radio LoRa sehr hoch. So gibt es das tägliche Magazin, komplett ohne Musik mit politischen Nachrichten aus aller Welt, Interviews und einigem mehr. Das Magazin kann übrigens jeden Tag noch einmal nachgehört werden, da es ab 0 Uhr bis zum nächsten Livebetrieb online im Stream wiederholt wird.

    Recht kleines Studio. Live-Bands kann man hier wohl eher schlecht einladen. Aber dafür gefahrlos während der Talk-Sendung Bier trinken. 

    Finanziell ist die Lage besonders angespannt, da ja in Bayern es keine Förderung aus öffentlich-rechtlichen Töpfen gibt, wie es in anderen Bundesländern der Fall ist. So wird auf neuste Digitaltechnik, digitale Auspielsysteme etc pp verzichtet, was aber auch mit dem System der Sendetechniker sehr gut kompensiert wird. 

    Eher einfache Technik, inkl MD-Player dafür robust und günstig. Wenn der Sendetechniker sein Hand wiedererkennt: Wir bennen sie gerne mit einem Namen. 

    Auch in anderen Bereichen, nämlich der Ausrichtung des Radios herrscht, und das war für mich durchaus ein wenig überraschend, ziemlich viel Pragmatismus. Radio LoRa bezeichnet sich als zwar als links-alternativ, aber auf keinen Fall möchte man “anstrengendes Radio” sein. So gab es während unseres Besuchs, die Diskussion, ob man ein Gespräche eines türkischen Autors(?) verwenden soll, obwohl die Übersetzung und die Aufnahmequalität zu wünschen übrig ließen. Und auch bei der Sprecherauswahl im Magazin wird auf eine gute Hörbarkeit geachtet. 

    Denn man möchte gehört werden. Und das ist zwar technisch einfach. Mit einer Hörerreichweite von über 2 Mio. Menschen bekommen, außer Radio X in Frankfurt, wahrscheinlich alle anderen Sendungsmacher große Ohren, aber die Medienvielfalt ist halt in der bayrischen Landeshauptstadt auch sehr groß. Ausserdem gibts den erwähnten Ultra-Katholischen Sender auf der gleichen Frequenz. Aber der Sender scheint mir auch im 18ten on-Air Jahr sehr lebendig. 

    PC-Arbeitsplätze direkt neben dem Studio. Ermöglicht kurze Wege.

    Mir schien es, als ob die neue Geschäftsführung viele neue Impulse setzt um mehr wahrgenommen zu werden, die Hoffnungen keimen das sich politisch in Bayern vllt doch mal was tut und es viele motivierte Sendungsmacher gibt. Ich werde den Besuch gerne in Erinnerung behalten und werde bei Gelegenheit wieder vorbeikommen, da ich mir sicher bin, dass man hier ein sich wandelndes Radio erleben kann. 

    Getaggt: Radio LoRa

    Gepostet am September 5, 2011

  • mitarbeiter

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